Häufige Fragen

Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Spritpreise, Tanken und TankTop

1 Wann ist die beste Zeit zum Tanken?

Die günstigsten Spritpreise in Deutschland gibt es in der Regel abends zwischen 18:00 und 20:00 Uhr sowie spätabends zwischen 21:00 und 22:00 Uhr. Morgens zwischen 6:00 und 8:00 Uhr sowie in den frühen Nachmittagsstunden zwischen 13:00 und 15:00 Uhr sind die Preise tendenziell am höchsten. Der Grund: Tankstellen heben ihre Preise morgens an, wenn Pendler auf dem Weg zur Arbeit tanken, und senken sie abends, wenn der Wettbewerbsdruck steigt. An Wochentagen sind Montag und Freitag oft etwas teurer als Dienstag bis Donnerstag.

2 Warum ändern sich Spritpreise so häufig?

Tankstellen in Deutschland passen ihre Preise im Schnitt 10 bis 15 Mal pro Tag an. Diese Dynamik entsteht durch intensiven Wettbewerb: Sobald eine Station ihren Preis senkt, ziehen Nachbar-Tankstellen nach – und umgekehrt. Die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe (MTS-K) beim Bundeskartellamt verpflichtet alle Tankstellen seit 2013, ihre Preisänderungen in Echtzeit zu melden. Überregional hängen die Preise vom Rohölpreis auf den internationalen Märkten, dem Euro-Dollar-Wechselkurs und den Einkaufskonditionen der Mineralölkonzerne ab.

3 Was ist der Unterschied zwischen E5, E10 und Super Plus?

E5 (Super) enthält bis zu 5 % Bioethanol, E10 bis zu 10 %. Super Plus hat eine höhere Oktanzahl (98 ROZ statt 95 ROZ bei E5/E10), enthält aber ebenfalls bis zu 5 % Bioethanol. E10 ist in der Regel 3 bis 5 Cent pro Liter günstiger als E5. Fast alle Benzinmotoren ab Baujahr 2000 sind E10-verträglich – eine Ausnahme bilden einige ältere Modelle bestimmter Hersteller. Super Plus wird nur von wenigen Hochleistungsmotoren benötigt; die meisten modernen Motoren profitieren nicht von der höheren Oktanzahl.

4 Sind freie Tankstellen günstiger als Marken-Tankstellen?

Ja, freie Tankstellen (z. B. HEM, Avia, bft, Star, Raiffeisen) sind im Durchschnitt 3 bis 6 Cent pro Liter günstiger als Marken-Tankstellen wie Aral, Shell, Esso oder Total. Der Kraftstoff stammt dabei in der Regel aus den gleichen Raffinerien – alle Benzin- und Dieselkraftstoffe in Deutschland müssen die DIN-Normen EN 228 bzw. EN 590 erfüllen. Die Preisunterschiede erklären sich durch geringere Betriebskosten, weniger aufwendige Standorte und niedrigere Markenlizenzgebühren bei freien Anbietern.

5 Wie setzen sich die Spritpreise zusammen?

Der Endpreis an der Zapfsäule setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen: dem Produktpreis (Einkaufspreis für den Kraftstoff aus der Raffinerie), der Energiesteuer (65,45 Cent/Liter für Benzin, 47,04 Cent/Liter für Diesel), der CO₂-Abgabe (seit 2021, derzeit ca. 10,4 Cent/Liter), dem Erdölbevorratungsbeitrag (etwa 0,3 Cent/Liter) sowie der Mehrwertsteuer von 19 % auf die Summe aller anderen Bestandteile. Insgesamt entfallen rund 55 bis 60 % des Endpreises auf staatliche Abgaben und Steuern.

6 Warum ist Diesel manchmal teurer als Super Benzin?

Obwohl der Energiesteuersatz für Diesel niedriger ist als für Benzin, kann Diesel zeitweise teurer sein. Das liegt an der gestiegenen Nachfrage nach Diesel – nicht nur im PKW-Bereich, sondern auch durch LKW-Transport, Landwirtschaft und Heizöl (chemisch eng mit Diesel verwandt). Besonders in den Wintermonaten, wenn gleichzeitig der Heizölbedarf steigt, erhöht sich die Nachfrage nach Mitteldestillaten wie Diesel, was die Preise nach oben treibt. Zudem wurde die CO₂-Abgabe bei Diesel durch den höheren CO₂-Ausstoß pro Liter stärker spürbar.

7 Lohnt sich ein Umweg zu einer günstigeren Tankstelle?

Das hängt von der Entfernung und dem Preisunterschied ab. Als Faustregel gilt: Bei einem Preisunterschied von 5 Cent pro Liter und einer 50-Liter-Tankfüllung sparst du 2,50 €. Ein Umweg von 5 Kilometern kostet bei einem Verbrauch von 7 l/100 km rund 0,35 Liter – also etwa 0,60 €. In diesem Fall lohnt sich der Umweg. Bei sehr geringen Preisunterschieden von 1 bis 2 Cent pro Liter ist der Umweg dagegen selten wirtschaftlich. Unser Dashboard zeigt dir die Preise umliegender Tankstellen, damit du die beste Entscheidung triffst.

8 Was ist die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe?

Die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe (MTS-K) ist eine Einrichtung beim Bundeskartellamt, die seit Dezember 2013 aktiv ist. Alle Tankstellen in Deutschland sind gesetzlich verpflichtet, jede Preisänderung in Echtzeit an die MTS-K zu melden. Die MTS-K gibt diese Daten an zugelassene Verbraucher-Informationsdienste weiter, die daraus Apps und Preisvergleichsportale betreiben. Auch TankTop nutzt diese Datenquelle, um dir verlässliche und aktuelle Preisinformationen zu bieten.

9 Gibt es regionale Preisunterschiede bei Sprit?

Ja, die Spritpreise variieren in Deutschland je nach Region deutlich. Großstädte und Ballungszentren haben oft etwas niedrigere Preise, da dort der Wettbewerbsdruck durch die hohe Tankstellendichte größer ist. In ländlichen Gebieten mit weniger Tankstellen sind die Preise tendenziell höher. Auch die Nähe zu Raffinerien und Kraftstofflagern spielt eine Rolle. Besonders auffällig sind die Preisunterschiede in Grenzregionen: An den Grenzen zu Polen, Tschechien oder Luxemburg tanken viele Deutsche günstiger im Ausland.

10 Wie wirkt sich der Rohölpreis auf den Spritpreis aus?

Der Rohölpreis ist einer der wichtigsten Einflussfaktoren auf den Spritpreis. Allerdings reagieren Tankstellenpreise nicht sofort auf Veränderungen am Ölmarkt – es gibt eine Verzögerung von mehreren Tagen bis Wochen. Zudem schlagen Preiserhöhungen beim Rohöl tendenziell schneller auf die Zapfsäulenpreise durch als Preissenkungen (sogenannte „Raketen-und-Federn"-Asymmetrie). Da Rohöl in US-Dollar gehandelt wird, spielt auch der Euro-Dollar-Wechselkurs eine Rolle: Ein schwacher Euro macht den Kraftstoff-Import teurer.

11 Was ist die CO₂-Abgabe und wie beeinflusst sie den Spritpreis?

Die CO₂-Abgabe wurde in Deutschland am 1. Januar 2021 im Rahmen des Brennstoffemissionshandelsgesetzes (BEHG) eingeführt. Sie verteuert fossile Brennstoffe proportional zu ihrem CO₂-Ausstoß. Der Preis pro Tonne CO₂ steigt schrittweise an: 2024 lag er bei 45 €/Tonne, 2025 bei 55 €/Tonne. Bei Benzin entspricht das etwa 10,4 Cent pro Liter, bei Diesel etwa 11,7 Cent pro Liter (Stand 2025). Die Einnahmen fließen u. a. in die Senkung der EEG-Umlage und in Klimaschutzmaßnahmen.

12 Kann ich mit Treueprogrammen wirklich Geld sparen?

Treueprogramme wie Payback (Aral), Shell ClubSmart oder DeutschlandCard (Esso) bieten typischerweise 1 bis 2 Cent Rabatt pro Liter in Form von Punkten oder Cashback. Bei einer 50-Liter-Tankfüllung sind das 0,50 bis 1,00 €. Das ist weniger als der typische Preisunterschied zwischen Marken- und freien Tankstellen (3–6 Cent/Liter). Treueprogramme lohnen sich also vor allem, wenn du ohnehin bei einer bestimmten Marke tankst – sie kompensieren aber selten den Preisaufschlag gegenüber günstigeren Alternativen.

13 Ist Premium-Kraftstoff sein Geld wert?

Premium-Kraftstoffe wie Aral Ultimate, Shell V-Power oder Total Excellium kosten 10 bis 25 Cent mehr pro Liter als Standardkraftstoffe. Sie enthalten spezielle Additive, die Ablagerungen im Motor reduzieren und die Verbrennung optimieren sollen. Für die meisten Alltagsfahrzeuge mit modernen Motoren bringt Premium-Kraftstoff keinen messbaren Vorteil bei Leistung oder Verbrauch. Hochleistungsmotoren oder ältere Fahrzeuge mit Ablagerungen können jedoch profitieren. Die Reinigungswirkung der Additive ist real, aber Standardkraftstoffe enthalten bereits gesetzlich vorgeschriebene Mindest-Additivierungen.

14 Wie kann ich meinen Spritverbrauch senken?

Die effektivsten Maßnahmen zur Verbrauchsreduktion sind: vorausschauendes Fahren mit gleichmäßiger Geschwindigkeit, frühes Hochschalten (bei 2.000 U/min bei Diesel, 2.500 U/min bei Benzin), Reifendruck regelmäßig prüfen (0,2 bar zu wenig erhöht den Verbrauch um ca. 1 %), unnötiges Gewicht entfernen, Klimaanlage bewusst einsetzen und bei Geschwindigkeiten über 130 km/h das Tempo reduzieren. Diese Maßnahmen können den Verbrauch um 10 bis 20 % senken – bei einem Jahresverbrauch von 1.500 Litern sind das bis zu 300 Liter oder mehrere Hundert Euro.

15 Warum sind Autobahnstankstellen so teuer?

Autobahntankstellen verlangen oft 20 bis 40 Cent mehr pro Liter als Tankstellen im Umland. Die Gründe sind vielfältig: Die Pachtgebühren für Autobahnstandorte sind extrem hoch, die Betriebskosten durch 24/7-Besetzung und höhere Sicherheitsanforderungen steigen, und die Kunden haben kaum Ausweichmöglichkeiten – was den Wettbewerbsdruck minimiert. Es lohnt sich fast immer, die Autobahn kurz zu verlassen und eine nahegelegene Tankstelle anzufahren. Die wenigen Minuten Zeitverlust machen sich bei einer vollen Tankfüllung mit 10 bis 20 € Ersparnis bezahlt.

16 Wie funktioniert TankTop?

TankTop analysiert historische Preisdaten von Tankstellen in ganz Deutschland. Die Daten stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen und werden regelmäßig aktualisiert. Im Dashboard wählst du eine Tankstelle aus und erhältst Key-Performance-Indikatoren wie Durchschnittspreise, günstigste Tankzeiten, Preis-Trends und Einsparungspotenzial. Im Preisverlauf kannst du mehrere Tankstellen gleichzeitig vergleichen und Preismuster in interaktiven Charts erkennen. TankTop ist komplett kostenlos und erfordert keine Registrierung.

17 Was passiert mit der Tankrabatt-Regelung?

Der sogenannte Tankrabatt (Senkung der Energiesteuer) galt vom 1. Juni bis 31. August 2022 als befristete Maßnahme der Bundesregierung zur Entlastung von Verbrauchern. Super-Benzin wurde um ca. 35 Cent/Liter, Diesel um ca. 17 Cent/Liter günstiger. Seit September 2022 gelten wieder die regulären Steuersätze. Eine Neuauflage des Tankrabatts ist derzeit nicht geplant. Stattdessen setzt die Bundesregierung auf die stufenweise CO₂-Bepreisung als langfristiges Lenkungsinstrument.

18 Woher stammen die Daten bei TankTop?

TankTop bezieht seine Preisdaten aus der öffentlichen Tankerkönig-API, die auf den Echtzeit-Meldungen der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe (MTS-K) beim Bundeskartellamt basiert. Jede Tankstelle in Deutschland ist gesetzlich verpflichtet, jede Preisänderung innerhalb von 5 Minuten an die MTS-K zu melden. Dadurch sind die Daten zuverlässig und aktuell. TankTop speichert historische Preisdaten, um langfristige Analysen und Trends zu ermöglichen, die über die reine Momentaufnahme eines Preisvergleichs hinausgehen.

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